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Existenzgründungen in Nordrhein-Westfalen werden schneller, effizienter und unkomplizierter. Heute öffnete in Ahaus bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH das 21. STARTERCENTER NRW seine Pforten. In dieser neuen, zentralen Anlaufstelle für Gründer erfolgt die Gründungsberatung einschließlich der Unterstützung bei den wichtigsten Formalitäten aus einer Hand und an einem Ort. Mühselige und langwierige Wege werden damit für die Gründer vereinfacht und verkürzt.

Die STARTERCENTER im Land sind Teil einer umfassenden Qualitätsoffensive, mit der die Handwerkskammern, die Industrie- und Handelskammern und die kommunalen Wirtschaftsförderer die Gründungsberatung in NRW spürbar verbessern wollen.

„Die STARTERCENTER sind ein echter Qualitätssprung. Kammern und Wirtschaftsförderungen arbeiten zum Vorteil der Gründer in einer Anlaufstelle zusammen und bringen ihre Sachkunde und ausgeprägten Erfahrungen ein. Dies ist beispielhaft“, sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute in Düsseldorf anlässlich der offiziellen Eröffnung des STARTERCENTERS NRW Ahaus.

Die Kreise Borken und Steinfurt haben wie das ganze Land Nachholbedarf in Sachen Existenzgründungen. Derzeit liegt die Selbständigenquote hier nur bei 9,4 Prozent. In gesamt NRW sind es 10, 3 Prozent. Bundesweit liegt die Quote bei 11,1 Prozent. Landesweit wagen jährlich zwischen 100.000 und 120.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Viele der Gründerinnen und Gründer sind Experten in ihrem Fach, haben aber Defizite, wenn es um betriebswirtschaftliche Fragen oder Kenntnis der Gründungsformalitäten geht. „Es gilt die Zahl der erfolgreichen, stabilen Gründungen deutlich zu steigern, denn die jungen, kleinen und mittleren Unternehmen schaffen die Arbeitsplätze, die für die Zukunftsfähigkeit des Landes so dringend gebraucht werden“, so die Wirtschaftsministerin.

In den nächsten Jahren sollen überall in Nordrhein-Westfalen zentrale Anlaufstellen entstehen. Dabei wird in den Regionen entschieden, wo und wie viele STARTERCENTER benötigt werden. Für das Münsterland ist die Einrichtung von insgesamt 8 STARTERCENTERN geplant, mit Standorten in Ahaus, Beckum, Bocholt, Dülmen, Münster und Steinfurt. Eines davon wurde bereits am 24. April bei der Handwerkskammer in Münster eröffnet.

Sie werden zukünftig das Eingangsportal für alle Gründerinnen und Gründer zu den Beratungsleistungen der regionalen Go! Gründungsnetzwerke sein. Auch Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, technologieorientierte Gründungen, Gründungen durch Frauen oder Menschen mit Zuwanderungshintergrund werden dort Unterstützung finden.

In den STARTERCENTERN soll zukünftig die betriebswirtschaftliche Gründungs-beratung Hand in Hand gehen mit einer Beratung zu den erforderlichen Gründungsformalitäten. Damit können frühzeitig Fehlplanungen und kostenintensive Fehlinvestitionen vermieden werden. Gründer und Gründerinnen sollen zum frühest möglichen Zeitpunkt mit einem „Fahrplan“ ausgestattet werden, der vom Notartermin bis zur Beantragung einer Nutzungsänderung beim Bauamt alle Gründungsschritte umfasst.

Eine weitere wesentliche Neuerung ist die „Reduzierung des Papierkriegs“: Derzeit müssen angehende Unternehmerinnen und Unternehmer über 400 Fragen in mehr als 20 verschiedenen Fragebögen beantworten. Dabei müssen oft genug immer wieder die gleichen bzw. leicht variierenden Daten u. a. für die Finanzverwaltung, die Sozialversicherung, die Berufsgenossenschaften, die Agentur für Arbeit und für eine Vielzahl von Behörden und Einrichtungen angegeben und erfasst werden. Abhilfe soll hier ein neuer elektronischer Formularservice in den STARTERCENTERN schaffen, der auch in Ahaus eingesetzt wird. Mit dieser Software können Gründer unter fachkundiger Anleitung einen erheblichen Teil des „Papierkriegs“ deutlich vereinfacht erledigen.

Die Handwerkskammer schätzt, dass 80 Prozent der handwerklichen Gründer mit Unterstützung des Beraters alle Antrags- und Meldepflichten eines Gründungsvorhabens in einem Rutsch abarbeiten können. Je nach Fall lassen sich auf diese Weise sieben bis neun unterschiedliche Anmeldevorgänge erledigen – bei gutem Vorwissen sogar vom heimischen oder Betriebs-PC aus via Internet. Die Gründer geben ihre Daten, abgestimmt auf das individuelle Gründungsvorhaben, in ein so genanntes Metaformular ein. Anschließend werden alle erforderlichen Formulare erstellt. In Planung ist, diese zukünftig auf elektronischem Wege an die beteiligten Behörden zu versenden. Mindestens ebenso wichtig: Mit diesem elektronischen Service sollen die Formulare zugleich verschlankt und vereinfacht werden. Der Formularservice soll nach erfolgreicher Erprobung allen STARTERCENTERN verfügbar gemacht werden.

Das Recht, den Titel STARTERCENTER NRW zu führen, hängt von einer erfolgreichen Zertifizierung ab, die über 33 Leistungskriterien eine qualitativ anspruchsvolle Gründungsberatung im ganzen Land sicherstellt. „Langsam schließen sich die Lücken zu einem flächendeckenden Netzwerk von Qualitätsgaranten der Gründungsberatung in ganz NRW“, so Ministerin Thoben.

Weitere Informationen: www.go.nrw.de

Quelle: © Landesregierung NRW und Staatskanzlei NRW

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