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Jeder Computer und jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, benötigt zur Kommunikation eine IP-Adresse (Nummer, die auf dem Internetprotokoll basiert). Vor dem Hintergrund des weltweiten Wachstums des Internet geht die Zahl der frei verfügbaren Internetadressen nach dem bisherigen Standard (IPv4) nunmehr zur Neige.

Um sich über den Stand des Übergangs zum neuen Standard (IPv6) zu informieren und auszutauschen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Anfang Februar einen Workshop ausgerichtet, an dem Vertreter von Unternehmen und Verbänden, der regionalen Vergabestelle von IP-Adressen für Europa (RIPE NCC), des Hasso-Plattner Instituts sowie anderer Ministerien und Verwaltungen teilgenommen haben.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, betonte, dass es aus Sicht der Bundesregierung für Unternehmen und Verbraucher von großer Wichtigkeit sei, dass ein reibungsloser Übergang zum neuen Standard IPv6 gewährleistet wird.

Auf dem Workshop wurde festgestellt, dass die Funktionsfähigkeit des Internet insgesamt durch die Umstellung auf neue Internetadressen in keiner Weise gefährdet ist. Um sicherzustellen, dass bei einem Übergang zu IPv6 alle bisher genutzten Netzkomponenten und Internetanwendungen weiterhin nutzbar sein werden, ist ein Zusammenwirken der verschiedenen Betroffenen, also Unternehmen und Nutzer, erforderlich.

Während der bisherige Standard mit 4,3 Milliarden zugelassenen IP-Adressen seine Auslastungsgrenze erreicht hat, ermöglicht der neue Standard eine faktisch unbegrenzte Adressenzahl (exakt: 3,8 x 1038 Adressen). Beide Standards sind nicht kompatibel, lassen sich jedoch parallel in vorhandenen Netzinfrastrukturen verwenden.

Die Vergabe der IP-Adressen erfolgt weltweit zentral über die in den Vereinigten Staaten von Amerika ansässige Organisation „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“ (ICANN). Der Zeitraum, in dem die beiden Versionen IPv4 und IPv6 parallel verwendet werden, wird voraussichtlich einige Jahre dauern.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wird Foren zu IPv6 auch in Zukunft unterstützen und darin aktiv mitarbeiten. Hierzu gehört unter anderem die Mitarbeit im Deutschen IPv6-Rat und in einer eigenen Projektgruppe des Nationalen IT-Gipfels. Quelle: © PM BMWI

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