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In vielen kleineren Unternehmen bestehen – ungeachtet aller Bemühungen – noch immer gravierende Sicherheitsdefizite. Dies ergab der IT-Sicherheitsreport 2007 des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG). So werden die Mitarbeiter mit der Sicherheit der IT meist alleine gelassen: Die Hälfte aller Unternehmen schult oder informiert seine Angestellten erst gar nicht zu Sicherheitsfragen. Zudem verfügt die Hälfte der befragten Unternehmen nicht über IT-Notfallpläne, die zum Beispiel bei einem erfolgreichen Virenangriff eingesetzt werden könnten.

Obwohl zahlreiche Studien belegen, dass die meisten IT-Sicherheitsprobleme durch Fehlverhalten von Mitarbeitern entstehen, wird diese Schwachstelle bei vielen Unternehmen übersehen. So informieren beziehungsweise schulen viele kleinere Unternehmen ihre Mitarbeiter nur unzureichend. Jeder zweite Betrieb bezieht die Mitarbeiter gar nicht in die IT-Sicherheitsstrategie mit ein.
Grund für den Schulungsmangel scheint insbesondere ein Informationsdefizit der Unternehmensführung zu sein. So bekundet ein Fünftel der Befragten, sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Weitere 15 Prozent geben explizit an, über zu geringes Know-how zu verfügen.

Führt ein Unternehmen Mitarbeiterschulungen durch, so werden diese bei über der Hälfte der Befragten zumindest quartalsweise angeboten. Ein Viertel der Unternehmen schult die eigenen Mitarbeiter sogar mindestens einmal pro Monat zum Thema IT-Sicherheit. Aber lediglich knapp ein Drittel der Unternehmen (30 Prozent) überprüft deren Wissen über IT-Sicherheit. Zwei Drittel (70 Prozent) sehen von einer Wissensüberprüfung ab.

IT-Sicherheit als Aufgabe für das gesamte Unternehmen

„Kleinere Unternehmen haben in den letzten Jahren versucht, ihre IT-Sicherheit zu erhöhen. Trotzdem bestehen weiterhin in zahlreichen Fällen große Sicherheitslücken. Viele Entscheidungsträger verengen das Thema auf den technischen Aspekt und betrachten es nicht als ganzheitliche Managementaufgabe. Eine erfolgreiche Sicherheitsstrategie benötigt jedoch immer die Unterstützung der Geschäftsführung und muss alle Mitarbeiter einbeziehen“, sagt Projektleiter Andreas Duscha vom ECC Handel, Köln.

Bundesweit beteiligten sich 275 Unternehmen an der Online-Untersuchung „IT-Sicherheit in Unternehmen 2007“. In der Stichprobe sind kleinere Unternehmen besonders gut vertreten: Knapp die Hälfte der Befragten beschäftigen weniger als 10 Mitarbeiter. Alle Wirtschaftszweige sind angemessen berücksichtigt, knapp 45 Prozent der teilnehmenden Unternehmen erbringen Dienstleistungen.

Der IT-Sicherheitsreport ist Bestandteil der Arbeit des Netzwerks

Elektronischer Geschäftsverkehr zur Sensibilisierung und Information von kleinen und mittleren Unternehmen sowie dem Handwerk. Sie wurde vom E-Commerce-Center Handel im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekts „Informations- und Handlungsangebot für sichere eGeschäftsprozesse in KMU und Handwerk“ durchgeführt. Unter dem Dach des NEG sind neben dem ECC Handel die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kammern zur Unterstützung des elektronischen Geschäftsverkehrs in KMUs (SAGeG), das Kompetenz-Zentrum Electronic Commerce Schwaben (KECoS) und das Mainfränkische Electronic Commerce Kompetenzzentrum (MECK) beteiligt.

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie unter www.ec-net.de und beim Projektleiter Andreas Duscha vom ECC Handel.

Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr

Das NEG (www.ec-net.de) ist ein Verbund von 25 regionalen Kompetenzzentren für den elektronischen Geschäftsverkehr und einem Branchenzentrum für den Handel. Diese unterstützen Mittelstand und Handwerk bei der Einführung und Nutzung von E-Business. Das Netzwerk wird seit 1998 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)

Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, insbesondere kleine und mittelständische Handelsunternehmen zum Thema E-Commerce zu informieren. Zahlreiche Aspekte des E-Commerce im Handel hat das ECC Handel in eigenen Studien untersucht. Es wird vom BMWi gefördert und ist in das NEG eingebunden.

Quelle: IDW

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