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Mehr Ausbildungsverträge, aber es bleibt noch viel zu tun. Auch wenn die rechnerische Ausbildungslücke Ende September über dem Vorjahreswert liegt, gibt es positive Signale vom Ausbildungsmarkt. Industrie, Handel und Handwerk haben deutlich mehr Lehrlinge als im Vorjahr eingestellt. 33.000 Betriebe wurden gewonnen, erstmals auszubilden. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber um eine Ausbildungsstelle ist zwar seit dem Vorjahr gestiegen. In diesem Jahr suchen 22.100 Jugendliche mehr nach einer Stelle, insgesamt 763.100.

Dieser Anstieg beruht aber ausschließlich auf einer Zunahme junger Menschen aus früheren Schulentlassjahren. Die meisten dieser „Altbewerber“ haben in der Zwischenzeit an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilgenommen oder praktisch gearbeitet. Auch wurde der Wehr- oder Zivildienst geleistet oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr absolviert.

Zunahme der Ausbildungsstellen

Die Zahl der Ausbildungsverträge konnte in Industrie und Handel um 11.700 (+4 Prozent) und im Handwerk um 2.300 (+1,6 Prozent) gesteigert werden. Die Wirtschaft hat die Zusage im Ausbildungspakt, 30.000 neue Stellen bereitzustellen, erheblich übertroffen. Die Industrie- und Handelskammern haben bisher 33.300, die Handwerkskammern 25.200 neue Ausbildungsplätze eingeworben. 33.000 Betriebe wurden gewonnen, erstmals auszubilden.

Ausbildungslücke noch erheblich

Ein wichtiger Indikator für die Ausbildungsstellensituation ist die so genannte Lehrstellenlücke der Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese Differenz zwischen der Zahl noch als suchend gemeldeter Jugendlicher und der noch unbesetzten Stellen beträgt in diesem Jahr 34.000.

Sie ist damit höher als in den Vorjahren. Allerdings spielen hier statistische Effekte eine große Rolle. Darüber hinaus sind Betriebe nicht verpflichtet, ihre Stellen bei der BA zu melden. Eine Unternehmensbefragung vom Sommer ergab, dass zunehmend Betriebe Nachwuchskräfte suchen, ohne die BA dafür in Anspruch zu nehmen.

Nachvermittlung beginnt

Die jetzt gemeldete Ausbildungslücke ist allerdings nur ein vorläufiges Ergebnis. Bis zum Jahresende werden noch zahlreiche Ausbildungsstellen besetzt. Die Perspektiven für die Nachvermittlung sind gut: Es gibt ausreichend unbesetzte Ausbildungsplätze und weitere Qualifizierungsangebote für die noch unvermittelten Bewerber.

Die Aktivitäten von Kammern und Arbeitsagenturen laufen schon auf Hochtouren. Jugendliche werden zur Nachvermittlung, zu Kompetenzchecks und Lehrstellenbörsen eingeladen. Neben betrieblichen Ausbildungsmöglichkeiten werden auch außerbetriebliche Möglichkeiten angeboten. Zusätzlich erhalten Jugendliche die Chance, eine betriebliche Einstiegsqualifizierung oder berufsvorbereitende Maßnahmen zu beginnen.

Zusätzliche Maßnahmen der Bundesregierung

Die Bundesregierung unterstützt diese Bemühungen durch eine Ausweitung des Sonderprogramms Einstiegsqualifizierung Jugendlicher auf bis zu 40.000 Teilnehmer. Auch das Ausbildungsplatzprogramm Ost, mit dem bis zu 13.000 betriebsnahe Ausbildungsplätze gefördert werden, wird fortgesetzt.

Die Bundesregierung hat die Finanzmittel für das Programm JOBSTARTER um 25 Millionen Euro auf insgesamt 125 Millionen Euro erhöht. Damit wird die Gewinnung zusätzlicher Ausbildungsplätze gefördert, insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund oder durch Verbundausbildung.

Die Bundesagentur für Arbeit wird zusätzlich 5.000 außerbetriebliche Ausbildungsplätze in diesem Jahr und 2.500 Anfang 2007 anbieten. Diese sind vornehmlich für Jugendliche mit Migrationshintergrund vorgesehen.

Es stehen also noch zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, um allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. In den nächsten Monaten kann noch viel erreicht werden.

via REGIERUNGonline © 2006 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung – Mehr Ausbildungsverträge

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