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Verbraucher sollen vor aufdringlichen und irreführenden neuen Werbepraktiken, wie personenbezogener Internet-Anzeigen, gewarnt werden, heißt es in einer am Mittwoch angenommenen Entschließung des Europäischen Parlaments. Außerdem sollen besonders schutzbedürftige Verbraucher besser geschützt werden. Die Europaabgeordneten verweisen auch auf die Rolle der Werbung beim Hinterfragen von Klischees.

Während die Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken (UGP) von 2005 einen wesentlichen Rechtsrahmen zur Bekämpfung irreführender und aggressiver Werbung darstellt, sind weitere Schwierigkeiten bereits erkennbar, vor allem mit neuen, immer weiter greifenden Formen der Werbung, die aus der Entwicklung von neuen Werbepraktiken und -technologien im Internet entstehen, so im von dem französischen EU-Abgeordneten Philippe JUVIN (EVP) vorgelegten und durch Handzeichen angenommenem Bericht.

Maßgeschneiderte Werbeanzeigen

In der Resolution äußern sich die Europaabgeordneten besorgt über „die Banalisierung der verhaltensbezogenen Werbung und die Entwicklung aufdringlicher Werbepraktiken“, wie das Lesen von E-Mails, die Nutzung der sozialen Netzwerke und der Geolokalisierung durch Dritte, um maßgeschneiderte Werbung für einzelnen Interessen der Verbraucher zu entwickeln.

Zudem wird in der Entschließung gefordert, dass „die entsprechende Internetwerbung eindeutig mit den Worten „verhaltensbezogene Werbung“ gekennzeichnet wird, und ein Informationsfenster eingefügt wird, in dem die wichtigsten Merkmale dieser Praktik erklärt werden“.

Bedenken über Datenschutz

Verhaltensbezogene Werbung kann „einen Angriff auf den Schutz der Privatsphäre darstellen“, da sie sich auf die Beobachtung von Einzelpersonen stützt, durch Cookies oder Einrichtung von Nutzerprofilen, sagen die Abgeordneten. Sie betonen auch, dass die Verbraucher klare, zugängliche und umfassende Informationen darüber erhalten müssen, wie ihre Daten erhoben und verwendet werden. Zudem sollen diese Informationen „nur nach ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers“ aufbewahrt und verwendet werden.

Um die Sicherheit der Verbraucher und die Transparenz zu verbessern, fordern die EU-Abgeordneten von der Kommission die Entwicklung eines „gemeinschaftlichen Systems zur Kennzeichnung von Internetseiten nach dem Vorbild des Projekts European Privacy Seal, durch das ersichtlich wird, ob auf einer Seite die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden“.

Transparenz und Bildung

Eine weitere Forderung des Europäischen Parlaments ist ein Programm der Europäischen Union nach dem Vorbild der britischen Initiative Media Smart zu entwickeln, um die Kinder zu einem misstrauischen Umgang mit Werbung zu erziehen. Medien werden dazu angehalten, „an Kinder gerichtete TV-Werbung in Sendungen für den Nachwuchs (erzieherische Kindersendungen, Zeichentrickfilme usw.) strikt zu beschränken“.

Klischees hinterfragen

Das EU-Parlament betont, dass eine vertrauenswürdige Werbung und die Darstellung gesunder Rollenmodelle einen positiven Einfluss auf die gesellschaftlichen Vorstellungen in Fragen wie Geschlechterrollen, Körperbild und Normalität haben können. Werbung mit extrem mageren Models (Männern oder Frauen) sollte überdacht werden, um schädliche Botschaften über das Aussehen, einen nicht makellosen Körper, Alter und Gewicht in Anbetracht des Einflusses und der Wirkung der Werbung auf Kinder und Jugendliche zu vermeiden, heißt es in der Entschließung. PM © des Europäischen Parlaments 2010

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