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In einer neuen Serie befasst sich das Magazin Unternehmen & Industrie damit, wie das Enterprise Europe Network europäischen KMU hilft, auf dem EU-Binnenmarkt und darüber hinaus aktiv zu werden. Die neue Website des Netzwerks erleichtert es Unternehmen, sich vor Ort an eine lokale Partnerorganisation zu wenden und neue Märkte in 46 Ländern zu erschließen.

Enterprise Europe Network

Enterprise Europe Network

Das Enterprise Europe Network hilft europäischen Unternehmen, sich innerhalb und außerhalb der EU geschäftlich zu betätigen und stützt sich dabei auf 3 000 Fachleute von 570 Anlaufstellen in 46 Ländern. Als jüngste Mitglieder werden sich Organisationen aus Südkorea und Mexiko dem Netzwerk anschließen.

Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat das Netzwerk mehr als drei Millionen KMU mit Informationen versorgt und ihnen Dienstleistungen geboten. In dieser Zeit haben seine Mitgliedsorganisationen fast 10 000 Veranstaltungen und Infotage organisiert, bei denen über 400 000 Unternehmen, häufig aus verschiedenen Ländern, zusammenkamen.

Rund 3 000 Mitarbeiter haben über 50 000 Technologie- und Unternehmensbewertungen durchgeführt, um Unternehmen bei der Vergabe der richtigen Technologielizenzen zu helfen und die passenden Geschäftspartner ausfindig zu machen. Dank des Netzwerks haben kleine Unternehmen bislang mehr als 1 500 Vereinbarungen für Technologie- und Unternehmenskooperationen unterzeichnet.

Das Netzwerk bündelt sein Know-how zu wichtigen Industriezweigen – von „intelligenter Energie“ bis zur Nanotechnologie – in 18 Sektorgruppen. Unternehmen erhalten auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Unterstützung und profitieren von branchenspezifischen Veranstaltungen. Darüber hinaus haben die Netzwerkpartner Zugang zu zwei leistungsfähigen Datenbanken, um Unternehmen bei Firmenpartnerschaften und beim Technologietransfer behilflich zu sein. In diesen Datenbanken sind mittlerweile rund 20 000 Unternehmens- und Technologieprofile gespeichert.

Wasseraufbereitung schlägt Wellen
Der Europäischen Beobachtungsstelle für KMU zufolge ist noch nicht einmal jedes zehnte europäische Kleinunternehmen über die eigenen Landesgrenzen hinaus geschäftlich aktiv. Dies ist hauptsächlich auf ihre mangelnde Kenntnis ausländischer Märkte zurückzuführen. Als daher das schottische Unternehmen Scotmas die Vermarktung seiner Produkte für Wasseraufbereitung, Hygiene und Umweltschutz in der Türkei anvisierte, benötigte es die richtige Unterstützung, um die verschiedenen Unternehmenskulturen miteinander in Einklang zu bringen.

Aufgrund seiner Auslandserfahrung sei sich das Unternehmen der Bedeutung einer lokalen Anlaufstelle bewusst, um auf einem neuen Markt Fuß fassen zu können, erklärt der Geschäftsführer von Scotmas, Alistair Cameron. Daher hat er sich bei der Suche nach einem türkischen Partner an Enterprise Europe Network gewandt.

Jane Watters, Netzwerkberaterin bei Scottish Enterprise, hat sich mit Serdal Temel zusammengetan, einem Netzwerkpartner am Zentrum für Wissenschaft und Technologie der türkischen Ege-Universität. In der Türkei organisierten sie gemeinsam ein Dreitagesprogramm, um Gespräche mit potenziellen Scotmas-Partnern zu führen. Ihre Bemühungen und das Engagement ihrer Unternehmenskunden haben zu fünf Handelsabkommen und technischen Vereinbarungen geführt, und in Izmir wurde eine kleine Produktionsstätte errichtet.

Über Monate hinweg hat Temel mit seinen lokalen Sachkenntnissen dem schottischen Unternehmen geholfen. Einmal fuhr er sogar zum Flughafen, um ein Missverständnis um Zollformalitäten beilegen und beschlagnahmte Ware freigeben zu helfen. „In unserem ersten Jahr in der Türkei wurde Dr. Serdal fast so etwas wie ein ehrenamtlicher Mitarbeiter von Scotmas“, erklärt Cameron.

Über das Enterprise Europe Network
Das Enterprise Europe Network bietet Unternehmen in ganz Europa Unterstützung und Beratung und hilft ihnen, die Geschäftsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union optimal zu nutzen. Seine Dienstleistungen sind auf kleine und mittlere Firmen zugeschnitten, stehen aber auch größeren Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen in ganz Europa zur Verfügung.

Jede Partnerorganisation ist zentrale Anlaufstelle für die Suche nach Geschäftskontakten, die Förderung des Technologietransfers und den Zugang zu Förder- und Finanzmitteln in Europa. Ihre Mitarbeiter beraten außerdem zu Fragen des EU-Rechts und sind für Fachthemen wie zum Beispiel die Rechte des geistigen Eigentums zuständig. Nach dem Grundsatz „keine falsche Tür“ stellt das Netzwerk sicher, dass jede Mitgliedsorganisation Kundenanfragen annimmt und sie dann individuell an die nächstgelegene zuständige Kontaktstelle weiterleitet.

Das Netzwerk ist online
Die leistungsfähige Website des Enterprise Europe Network bietet eine Vielzahl interessanter Fuktionen. Sie erklärt, wie das Netzwerk KMU unterstützt. Über die ausführliche Vorstellung der Dienste, die das Netzwerk Unternehmen bietet, hinaus hilft eine interaktive Karte KMU bei der Suche nach der nächstgelegenen Anlaufstelle.

Unternehmen, die für ihre Technologie eine Lizenz vergeben oder die Innovationen anderer Unternehmen erwerben wollen, können den „Technologiemarkt“ zu Rate ziehen, der derzeit über 13 000 Angebote und Nachfragen enthält.

Veranstaltungen für KMU zur Vermittlung potenzieller Partner sind im Veranstaltungskalender aufgeführt, während diejenigen, die auf der Suche nach Anregungen sind, den regelmäßig aktualisierten Abschnitt „Erfolgsgeschichten“ studieren sollten, um zu sehen, wie das Netzwerk Unternehmen aus derselben Branche oder in der gleichen Situation geholfen hat.

Quelle: PM & Bild © Europäische Gemeinschaften

XPlus Web Webdesign & SEO
Mein Name ist Uwe Weider und ich führe seit 2001 als Geschäftsführer das Unternehmen XPlus Web. Der Fokus in unserem Dienstleistungsangebot liegt auf dem Online Marketing, Suchmaschinen-optimierung (SEO), Responsive Webdesign und Social Media.

Desweiteren beraten wir Unternehmen in den Disziplinen Markenführung inklusive Customer-Relationship-Management / Kundenbindung / Customer Loyalty und betreuen KMU bei der Beantragung von EU Fördergeldern sowie bei der Bildung von Joint Ventures und Clustern auf EU Ebene.