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Die Preise für Handy-Gespräche, das Verschicken von Kurznachrichten und das Surfen im Internet via Mobiltelefon im EU-Ausland werden ab dem 1. Juli 2009 gesenkt. Das Europäische Parlament hat heute dem Kompromiss zur Änderung der Roaming-Verordnung von 2007 zugestimmt, auf den sich die Abgeordneten in informellen Verhandlungen mit dem tschechischen Ratsvorsitz geeinigt hatten. 646 Abgeordnete stimmten für die Verordnung, 22 dagegen, 9 enthielten sich der Stimme.

„Roaming“ bzw. „Datenroamingdienste“ umfassen das Tätigen von Telefonaten bzw. das Versenden von Textnachrichten (SMS) sowie multimedialer Nachrichten (MMS) oder das Surfen im Internet über Mobiltelefone im Ausland.

Senken der Preise für Roaming-Telefongespräche

Die neue Verordnung legt nicht bestimmte Roaming-Tarife fest, sondern setzt Obergrenzen, unterhalb deren die Netzbetreiber durch das Anbieten von niedrigeren Preisen konkurrieren können. Heimatmobilfunkanbieter können ihren Kunden Handy-Gespräche folgendermaßen berechnen:

ab dem 1. Juli 2009: maximal € 0.43 pro Minute (zuzüglich Mehrwertsteuer) für ausgehende und maximal € 0.19 pro Minute (zzgl. MwSt) für eingehende Mobilfunkanrufe;

ab dem 1. Juli 2010: maximal € 0.39 pro Minute (zzgl. MwSt) für ausgehende und maximal € 0.15 pro Minute (zzgl. MwSt) für eingehende Anrufe;

ab dem 1. Juli 2011: maximal € 0.35 pro Minute (zzgl. MwSt) für ausgehende und maximal € 0.11 pro Minute (zzgl. MwSt) für eingehende Anrufe.

Laut Verordnung müssen ab dem 1. Juli 2009 Netzbetreiber ihren Kunden die Gespräche ab der 31. Sekunde sekundengenau abrechnen.

Günstigeres Daten-Roaming

Die Abgeordneten und der Ratsvorsitz stimmten mit der Kommission überein, dass das Verschicken von Kurznachrichten (SMS) im EU-Ausland ab dem 1. Juli 2009 maximal € 0.11 kosten sollte (zzgl. MwSt).

Andere Datenroamingdienste (wie das Senden von Emails und Bildern oder das Surfen im Internet via Mobiltelefon oder Laptop) werden auf Großkundenebene reguliert, d.h. es gibt eine Preisobergrenze für Tarife, die ein Anbieter dem Heimatanbieter des Roaming-Kunden berechnen darf, berechnet pro Kilobyte:

ab dem 1. Juli 2009 maximal € 1.00 pro Megabyte (zzgl. MwSt);
ab dem 1. Juli 2010 maximal € 0.80 pro Megabyte (zzgl. MwSt);
ab dem 1. Juli 2011 maximal € 0.50 pro Megabyte (zzgl. MwSt).

Um „Rechnungs-Schocks“ zu verhindern, könnten sich Roaming-Kunden ab dem 1. März 2010 kostenlos für eine maximale Obergrenze der Kosten entscheiden, so die Verordnung.

Eine dieser finanziellen Begrenzungen sollte bei 50 € (zzgl. MwSt) oder bei dem entsprechenden Datenvolumen festgesetzt werden, so die Einigung der Abgeordneten und des Vorsitzes. Diese Begrenzung würde automatisch bei allen Kunden angewendet werden, die bis zum 1. Juli 2010 keine andere Entscheidung getroffen haben.

Anbieter müssen ihre Kunden warnen, sobald 80% der vereinbarten Begrenzung erreicht worden sind, so die Verordnung. Eine weitere Mitteilung soll nach Erreichung der Begrenzung verschickt werden, in der das weitere Verfahren erklärt wird, wenn der Kunde weiterhin Datenroaming anwenden möchte. Wenn der Nutzer nicht reagiert, sollte der Anbieter alle Datenroamingdienste kappen.

Überprüfung 2011 – Ablauf Mitte 2012

Auf die Initiative der Abgeordneten hin muss die Kommission spätestens bis Mitte 2011 unter anderem das Ausmaß des finanziellen Nutzens durch reale Preissenkungen für Roamingdienste für den Verbraucher und die Wettbewerbssituation von kleineren, unabhängigen oder neu gegründeten Netzbetreibern überprüfen. Zusätzlich wird die Kommission aufgefordert, andere Methoden als die der Preisregulierung zu analysieren, um einen wettbewerbsfähigen Binnenmarkt für Roaming zu schaffen. Die Verordnung läuft am 30. Juni 2012 aus. Quelle: PM © Europäisches Parlament 2009 – Bild: © ZELA, stock.xchng (SXC)

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