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In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Existenzgründungen ständig zugenommen. Das ist wichtig, denn vor allem innovative Gründungen treiben den notwendigen wirtschaftlichen Strukturwandel voran. Eine Informations- und Wissensgesellschaft ist auf sie angewiesen.

Junge Unternehmen stärken in hohem Maße die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Sie sorgen für Wachstum und Arbeitsplätze. Für den Mittelstand sind sie eine Art „Frischzellenkur“. Durch sie wachsen neue Firmen und Betriebe nach und bestehende bleiben erhalten. Deshalb ist eine breit angelegte Existenzgründungsoffensive ein zentraler Teil der im Juli 2006 verabschiedeten Mittelstandsinitiative der Bundesregierung.

Gründerquote weiter steigern

Im Jahr 2000 gab es 471.000 Gründungen. 2005 waren es bereits 495.450. Dies ist zum Teil auf die Arbeitsmarktlage zurückzuführen. Denn fast die Hälfte der Existenzgründungen erfolgt aus der Arbeitslosigkeit heraus. Aus diesem Grund wurde seit August 2006 der so genannte Gründungszuschuss geschaffen. Arbeitslosen soll damit der Weg in die Selbstständigkeit erleichtert werden. Er ersetzt die bisher geltenden Instrumente „Ich-AG“ und Überbrückungsgeld.

Junge Unternehmerinnen und Unternehmer und werdende Gründerinnen und Gründer machen heutzutage 5,4 Prozent der erwachsenen Deutschen aus. Insgesamt arbeiten 3,6 Millionen Menschen selbstständig.

Im internationalen Vergleich ist das jedoch noch immer eine eher geringere Gründungsquote. Deutschland belegt damit im internationalen Vergleich Rang 23. Wie wichtig Existenzgründungen sind, zeigt die Bedeutung des Mittelstands insgesamt. Auf ihn entfallen:

  • 40,8 Prozent aller Umsätze,
  • 48,8 Prozent der Bruttowertschöpfung aller Unternehmen (Wert aller produzierten Waren und erbrachten Leistungen) sowie
  • 70,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze und
  • 83,4 Prozent aller Ausbildungsplätze

Optimale Startbedingungen schaffen

Die Bundesregierung steht deshalb Existenzgründerinnen und Existenzgründern mit einem breiten Förderangebot zur Seite. Das beinhaltet spezifische Finanzierungs-, Beratungs- und Schulungsangebote. So können Gründerinnen und Gründer seit Januar 2006 ein zentrales Informationssystem für ihr Vorhaben nutzen.
Die „startothek“ ist eine Internetplattform, auf der alle gründungsrelevanten Informationen wie Auflagen oder Vorschriften enthalten sind. Sie soll die Gründungsberatung vereinfachen, beschleunigen und Handlungsempfehlungen geben.

Bürokratieabbau soll Gründungen beschleunigen

Die Bundesregierung hat bereits ein Gesetz auf den Weg gebracht, durch das Registereintragungen ab Januar 2007 elektronisch und damit schneller erfolgen können. Zudem ist über die Anmeldung zur Eintragung künftig unverzüglich zu entscheiden. Wird nichts beanstandet, dürfte eine Eintragung innerhalb weniger Tage zur Regel werden.

Mit der Reform des GmbH-Gesetzes sollen Gründungen dieser Rechtsform leichter erfolgen.

Neu konzipierter Pfändungsschutz schafft mehr Sicherheit

Mehr finanzielle Sicherheit nach dem Ausstieg aus dem Berufsleben gibt Selbstständigen ein neu konzipierter Pfändungsschutz. Anders als bei abhängig Beschäftigten existiert für sie kein vergleichbarer Schutz der Altersversorgung. Denn bisher unterliegen auch Vermögenswerte, die nur der Alterssicherung dienen, bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Einzel- oder Gesamtvollstreckung. Ein von der Bundesregierung in den Bundestag eingebrachtes Gesetz soll dies ändern. Das entlastet zudem den Staat von Sozialleistungen.

Existenzgründungen aus der Wissenschaft fördern

Potenzial für die Gründung innovativer und technologieorientierter Unternehmen besteht vor allem im Umfeld von Forschungseinrichtungen. Dort setzt die Bundesregierung mit der neu gestalteten Förderung für Existenzgründer aus der Wissenschaft Impulse. So werden die Strukturen an den Hochschulen so umgebaut, dass sie mehr zu unternehmerischer Selbstständigkeit motivieren und qualifizieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen systematischer als Basis für Ausgründungen genutzt werden.

Der neu ausgerichtete „Gründerwettbewerb – Mit Multimedia erfolgreich starten“ regt beispielsweise innovative Gründungen im Multimediabereich an. Wichtig ist anschließend, dass dann die Anschlussfinanzierung mit Risikokapital gesichert ist. In dieser besonders erfolgskritischen Startphase setzt beispielsweise der High-Tech-Gründerfonds an. Er richtet sich vor allem an junge Technologieunternehmen und stellt auch Management-Unterstützung bereit.

© 2006 REGIERUNGonline – e.conomy Nr. 038 09/2006 

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