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Ein attraktives Geschäftsumfeld für Unternehmen schaffen. Mit den diesjährigen Europäischen Unternehmerpreisen sind nationale, regionale und lokale Initiativen ausgezeichnet worden, die zur Schaffung eines unternehmer- und unternehmensfreundlichen Umfelds beigetragen haben, damit europäische Unternehmen die derzeitige Krise überwinden und Kurs auf ein nachhaltiges Wachstum nehmen können.

Mehr als 330 Initiativen und Projekte aus 28 Ländern, von denen schließlich 53 in die Vorauswahl kamen, bewarben sich in diesem Jahr um die begehrten Europäischen Unternehmerpreise. „Für ihr Wachstum brauchen Kleinunternehmen den richtigen Nährboden. Die Gewinner der Europäischen Unternehmerpreise sind ein lebendiges Zeugnis dafür, wie der öffentliche Sektor dazu beitragen kann, dass die Saat der Unternehmensgründungen aufgeht und gedeiht“, erklärte der für Unternehmen und Industrie zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani.

Da in der Europäischen Union die Suche nach wirksamen Strategien zur Überwindung der Wirtschaftskrise im Mittelpunkt steht, überrascht es nicht, dass mit den Europäischen Unternehmerpreisen 2010 Projekte und Initiativen ausgezeichnet wurden, die zur wirtschaftlichen Erholung beitragen und den Weg zu nachhaltigem Wachstum ebnen.„In diesen Tagen, in denen ganz Europa über die Probleme der EU-Wirtschaft… diskutiert, ist es besonders wichtig anzuerkennen, dass die Förderung unternehmerischer Initiative auf lokaler und regionaler Ebene eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Plänen zur Überwindung der derzeitigen schwierigen Wirtschaftslage ist“, bemerkte Ramón Luis Valcárcel Siso, Vizepräsident des Ausschusses der Regionen.

Bei der Preisverleihung am 31. Mai 2010 in Madrid verlieh die Jury ihren Großen Preis sowie weitere Auszeichnungen in fünf Kategorien: Förderung des Unternehmergeistes, Verbesserung des Unternehmensumfelds, Internationalisierung von Unternehmen, Investitionen in Kenntnisse und Fertigkeiten sowie verantwortliches und integrationsförderndes Unternehmertum.

Die Kunst der Unternehmensgründung

Den Preis „Förderung des Unternehmergeistes“ hat das Institut für Unternehmensgründung und Unternehmensentwicklung an der Johannes-Kepler-Universität in Linz (Österreich) für ein Seminar gewonnen, mit dem junge Kunststudenten auf eine selbstständige Tätigkeit in der Kreativbranche vorbereitet werden. Mit dessen Hilfe haben junge Künstler in den letzten fünf Jahren mehr als 40 Geschäftsideen entwickelt.

Die schwedische Region Halland wurde für ihre Strategie, Schulkindern unternehmerisches Denken und Handeln nahezubringen, mit dem Preis „Investitionen in Kenntnisse und Fertigkeiten“ ausgezeichnet. Dieser frühzeitige Beginn zeigt erste Erfolge: der Anteil der Kinder in der Region, die Unternehmer werden möchten, hat sich von nur 26 % (2004) auf 44 % im Jahr 2008 erhöht.

Preisträger der Kategorie „Verbesserung des Unternehmensumfelds“ ist DATA Poslovne Soritve, eine öffentlich-private Partnerschaft in Slowenien, die Firmenneugründern kostenlose Unterstützung bietet mit der zweifachen Zielsetzung, das Geschäftsumfeld zu verbessern und das Konkursrisiko zu reduzieren. Mithilfe der Initiative konnte der Anteil von Schließungen junger Unternehmen von 57 % auf 9 % gesenkt werden.

Der Preis „Internationalisierung von Unternehmen“ wurde der Euregionalen Gründer-Initiative (EGI) verliehen, einer gemeinsamen Initiative der deutschen Hochschule Niederrhein und der niederländischen Arbeitsgemeinschaft Teamvenlo, die 2006 zur Förderung grenzüberschreitender Geschäftstätigkeiten in der nördlichen Rheinregion gegründet wurde. Die Initiative hat bisher zur Neugründung von 64 Unternehmen sowie zu einer Reihe von interessanten Kooperationen geführt.

Auf Erfolgen aufbauen

Der Preis „Verantwortliches und integrationsförderndes Unternehmertum“ wurde dem Arbeitsamt Nysa zusammen mit der Gemeinde Paczków in Polen für ein innovatives Projekt verliehen, mit dem die beiden Herausforderungen Arbeitslosigkeit und Wohnungsmangel bekämpft werden sollten. Es ermöglichte 176 Arbeitslosen, sich beim Bau eines Wohnhauses mit 12 Wohnungen zu Bauarbeitern ausbilden zu lassen.

Um auch andere Menschen an diesen anregenden Ideen teilhaben zu lassen, werden sämtliche für die Europäischen Unternehmerpreise in die engere Wahl gekommenen Kandidaten in die Datenbank bewährter Verfahren des Small Business Act (SBA) aufgenommen, die Beispiele von Initiativen und Projekten zur Verbesserung des Geschäftsumfelds von KMU enthält, die von EU-Behörden durchgeführt wurden.

Grundsätze mit konkreten Wirkungen

Die Europäischen Unternehmerpreise sind eine von vielen Initiativen, die die Europäische Kommission unter der Federführung des Small Business Act (SBA) durchführt – eines umfassenden politischen Rahmens, der KMU erfolgreich in den Mittelpunkt europäischer Politikgestaltung gerückt hat. Deren Rolle als Motoren für Wachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen wird nunmehr weitgehend anerkannt und deren Interessen werden in Gesetzgebung und Politikgestaltung auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene durch Anwendung des Prinzips „Vorfahrt für KMU“ zunehmend berücksichtigt. Darüber hinaus hat der SBA eindeutig das Bewusstsein für die bedeutende Rolle geschärft, die kleine Unternehmen und ihre Eigentümer in unseren Gesellschaften EU-weit einnehmen.

Die Umsetzung der zehn wichtigsten Grundsätze und die auf ihnen aufbauenden gesetzgeberischen und politischen Maßnahmen des SBA haben zur Stärkung eines unternehmensfreundlichen Umfelds in der EU beigetragen. Eine Unternehmensgründung in der EU ist jetzt einfacher und billiger als vorher. Initiativen der Europäischen Kommission zur Förderung des Unternehmertums wie die Europäische KMU-Woche, das EU-Netz von Botschafterinnen für das Unternehmertum von Frauen und das Programm Erasmus für junge Unternehmer wurden von einem breiten Kreis von Beteiligten und Bürgern in Anspruch genommen. Ein „KMU-Test“ wird bei der Bewertung der Auswirkungen einer Gesetzesinitiative auf KMU mehr und mehr angewendet, um sicherzustellen, dass kleine Unternehmen nicht unverhältnismäßig belastet werden.

Um die Schaffung von Arbeitsplätzen und eine EU-weite Geschäftstätigkeit zu fördern – eines der wichtigsten Ziele des SBA –, ist den Mitgliedstaaten seit Juni 2009 gestattet, für arbeitsintensive Dienstleistungen wie Renovierung von Privatwohnungen, Reinigungsarbeiten und Friseurdienstleistungen – die hauptsächlich von KMU erbracht werden – einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz zu berechnen.

Zudem erlauben die im Rahmen des SBA verabschiedeten überarbeiteten Vorschriften für staatliche Beihilfen die Gewährung spezifischer Hilfen für KMU als Ausgleich für Marktversagen – etwa Beihilfen zur Unternehmensneugründung, für Investitionen in Maschinen oder zur Einstellung zusätzlicher Arbeitskräfte, als Beitrag zur Deckung von Kosten, die im Zusammenhang mit Rechten des geistigen Eigentums entstehen, oder zur Anpassung an neue Umweltnormen. Darüber hinaus hat die Europäische Investitionsbank zur Verbesserung des Zugangs zu Finanzierungsmöglichkeiten für KMU ihre Darlehenstätigkeit für diese Zielgruppe erheblich ausgeweitet – von 8,1 Mrd. EUR im Jahr 2008 auf etwa 11,5 Mrd. EUR 2009.

Nicht zuletzt ist es eines der Hauptziele des SBA, KMU dazu zu ermutigen, aus den sich bietenden Möglichkeiten des Binnenmarktes Nutzen zu ziehen. Der „Europäische Leitfaden für bewährte Verfahren “ enthält konkrete Ratschläge und Beispiele, wie die öffentlichen Beschaffungsregeln der EU umgesetzt werden können, um KMU den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen zu erleichtern. Schließlich hat die Europäische Kommission die finanzielle Unterstützung der EU auf 2,1 Mio. EUR im Jahr 2009 erhöht, um die Beteiligung von KMU am Normungsprozess zur Verteidigung ihrer Interessen zu fördern und die Informationen, die sie über europäische Normen und ihre Anwendung erhalten, zu verbessern. Quelle: PM & Bild © Europäische Kommission

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