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Gute Beispiele in der beruflichen Integration junger Menschen bekannt machen und Impulse zum Nachahmen geben: Dieses Ziel haben sich das Bundesarbeitsministerium und die „Initiative für Beschäftigung“ gesetzt. Jugendarbeitslosigkeit war das Thema der Veranstaltung „Erfolgreiche Wege in Ausbildung und Beruf“. 300 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten die erfolgreiche Gestaltung des Übergangs von der Schule in Ausbildung und Beruf. Sie stellten Projekte vor und tauschten Erfahrungen aus.

„Noch mal ran!“

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering nannte in seiner Begrüßungsrede die Lage auf dem Ausbildungsmarkt „nicht befriedigend“. Der Bundesarbeitsministers appellierte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie sollten in ihrem Engagement nicht nachlassen, den Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu helfen: „Es darf nicht sein, dass auch nur ein Einziger oder eine Einzige ohne Chance bleibt“, so Müntefering.

Er bat alle, das vierte Quartal zu nutzen, um nochmals nachzusteuern. Auf dem Arbeitsmarkt seien zwar auch 90.000 junge Menschen weniger arbeitslos als vor einem Jahr. Es sei aber ärgerlich, dass die gute Konjunktur nicht auf den Ausbildungsmarkt durchschlage, sagte der Arbeitsminister.

Wirtschaft und Staat gemeinsam für mehr Ausbildungsplätze

Die Bundesregierung hat aus diesem Grund auch das Programm EQJ (Einstiegsqualifizierung für Jugendliche) von 25.000 auf 40.000 Plätze aufgestockt und um ein Jahr verlängert. Mit dem Programm soll Jugendlichen mit erschwerten Vermittlungsperspektiven der Zugang in Ausbildung erleichtert werden.

Es sei die Aufgabe der Unternehmen, die Talente der Jugendlichen zu wecken. Dies sagte Hermann Borghorst, Sprecher der Initiative für Beschäftigung und Vorstandsmitglied von „Vattenfall Europe Mining and Generation“. „Wir müssen diese Potenziale aufgreifen und die Jugendlichen bei ihrem Weg unterstützen: als Motoren, als Mentoren oder auch als Sponsoren.“ Das gelte für die Leistungsstarken wie für diejenigen mit einem geringeren Bildungsniveau gleichermaßen, hob Borghorst hervor.

19 regionale Netzwerke

Seit ihrer Gründung 1998 bringt die Unternehmensinitiative die verschiedenen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Mehr als 400 Unternehmen und 2.500 Aktive engagieren sich in 19 Netzwerken. Über 200 Projekte wurden in den nunmehr acht Jahren realisiert. Der Ansatz ist, regional getragene Lösungen und Perspektiven in konkreten Beschäftigungsprojekten zu entwickeln.

Der Erfolg des Projekte beruht dabei im Wesentlichen auf vier Faktoren:

  • die Eigenverantwortung der Jugendlichen stärken,
  • die Jugendlichen unterstützen und begleiten,
  • die Wirtschaftsnähe von Schulen fördern und
  • die regionalen Akteure vor Ort koordinieren, um regionale Netzwerke anzustoßen.

Beispiel Hamburger Hauptschulmodell

Auf der Fachtagung präsentierten sich auch 15 Einzelprojekte, darunter das Hamburger Hauptschulmodell. Das oberste Ziel des Projektes: Eine deutliche Erhöhung der Übergänge in die ungeförderte duale Ausbildung direkt nach Ende der Schulzeit. Alle circa 3.000 Schülerinnen und Schüler in Hamburg, die zu Anfang ihres letzten Schuljahres die Prognose „Hauptschulabschluss“ erhalten, werden eingebunden. Es gibt ein differenziertes Beratungssystem der beteiligten Institutionen Schule, Berufsberatung, Arbeitsagentur und Unternehmen sowie eine Koordinierungstelle.

Die Zahlen geben dem Ansatz Recht: Die Übergangsquote von der Schule in die Ausbildung konnte verdreifacht werden. Zudem konnten neue Wege zur Ausbildung etabliert werden. Zum Beispiel durch ausbildungsvorbereitende Praktika und betriebsorientierte Ausbildungsvorbereitung. Und immer mehr Unternehmen nutzen die Vorauswahl durch die Koordinierungsstelle.

via REGIERUNGonline © 2006 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung – Erfolgreiche Wege in Ausbildung und Beruf 

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