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Im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft exportiert etwa die Hälfte der Unternehmen ihre Dienstleistungen ins Ausland. Dabei zählt nach der Bedienung von Kundenwünschen die Erschließung neuer Märkte zu den bedeutendsten Motiven für die Exporttätigkeit, während Steuervorteile als Exportmotiv eine eher untergeordnete Rolle spielen. Für die Unternehmen des Wirtschaftszweigs, die nicht exportieren, stellen neben der Auslastung durch den deutschen Markt und den schwer einschätzbaren Risiken die hohen Kosten der Markterschließung die größten Hemmnisse der Exporttätigkeit dar. Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im September 2007 durchgeführt hat.

Für die westdeutschen Dienstleister der Informationsgesellschaft spielt die Bedienung von Kundenwünschen als Exportmotiv eine große Rolle, während für die ostdeutschen Unternehmen des Wirtschaftszweigs die Erschließung neuer Märkte die treibende Kraft hinter der Exporttätigkeit ist. Steuervorteile als Exportmotiv spielen eine eher untergeordnete Rolle, wobei noch knapp ein Fünftel der ostdeutschen Dienstleister dies als bedeutendes Motiv der Exporttätigkeit nennt.

Die Bedienung von Kundenwünschen spielt besonders für die Unternehmensberater, die Werbefirmen sowie die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer eine große Rolle. Fast alle exportierenden Unternehmen dieser drei Branchen messen der Bedienung von Kundenwünschen als Motiv für den Dienstleistungsexport eine enorme Bedeutung zu. Die Erschließung neuer Märkte hingegen ist für jeweils mehr als vier Fünftel der Architekten und der Unternehmen des IKT-Handels, die ihre Dienstleistungen exportieren, als Exportmotiv besonders bedeutend. Bei den technischen Beratern und Planern spielt für die Exporttätigkeit sowohl die Bedienung von Kundenwünschen als auch die Erschließung neuer Märkte eine große Rolle. Steuervorteile gehören dagegen kaum zu den Motiven für den Export von Dienstleistungen. So haben für jeweils weniger als ein Zehntel der Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste, der Werbefirmen und der Architekten Steuervorteile als Exportmotiv eine hohe Bedeutung.

Die Dienstleister der Informationsgesellschaft, die ihre Dienstleistungen nicht exportieren, nennen verschiedene Gründe, die ihre Exporttätigkeit hemmen. So lastet einen Großteil der Unternehmen des Wirtschaftszweigs die Bedienung des deutschen Marktes aus. Etwa drei Viertel der Unternehmen geben diesen Grund als Hemmnis für ihre Exporttätigkeit an. Die nicht einschätzbaren Risiken nennen knapp drei Fünftel der Unternehmen als Exporthindernis. Jeweils mehr als die Hälfte der Unternehmen gibt die hohen Kosten der Markterschließung sowie unterschiedliche Standards im Ausland als Hürde für die Exporttätigkeit an, und knapp die Hälfte der Unternehmen nennt kulturelle oder sprachliche Unterschiede.

Eine eher untergeordnete Rolle spielt die mangelnde Nachfrage aus dem Ausland. Mehr als zwei Fünftel der Unternehmen nennen diesen Grund als Hindernis der Exporttätigkeit. Die Zuständigkeit der Filialen ist nur für knapp zwei Fünftel der Unternehmen ein weiteres Hemmnis. Etwa ein Drittel der Unternehmen nennt den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und weniger als ein Fünftel der Unternehmen die mangelnde Unterstützung oder Beratung durch öffentliche Stellen als Gründe dafür, dass sie ihre Dienstleistungen nicht ins Ausland exportieren.

Die Konjunkturumfrage von ZEW und Creditreform:
An der vierteljährlichen Umfrage beteiligen sich jeweils rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern (Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung). Ein Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage ist im Internet abrufbar. Allgemeine methodische Hinweise. Eine Beschreibung des bei der ZEW/Creditreform angewendeten Hochrechnungsverfahrens.

Anmerkung zur Hochrechnung:
Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft hoch. Die Formulierung „Anteil der Unternehmen“ reflektiert somit den „Umsatzanteil der Unternehmen“.

Weitere Informationen: Der aktuelle Branchenreport Dienstleister der Informationsgesellschaft.

Quelle: © 2007 IDW

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