Fast 5 Millionen Arbeitsplätze und 63 Mrd. Euro Wirtschaftswachstum könnten, so eine Studie, bis 2018 durch den Aufschwung der Apps entstehen. Der Markt für „Apps“ – Anwendungsprogramme für mobile Geräte – beschäftigt in der EU bereits jetzt eine Million Entwickler und 800 000 Personen in Vermarktung und Kundendienst. Diese Gesamtzahl könnte sich bis 2018 fast verdreifachen und fünf Millionen erreichen, so ein neuer Bericht.

Der Umsatz der App-Branche in der EU beträgt derzeit rund 17,5 Milliarden Euro pro Jahr. Verstärkte Ausgaben der Verbraucher könnten zusammen mit mehr Werbung und Auftragsarbeiten die jährlichen Einnahmen in den kommenden 5 Jahren auf 63 Milliarden Euro ansteigen lassen.

Qualifikationsdefizit bekämpfen

Obwohl die EU bei der Entwicklung von App-Spielen weltweit führend ist, liegt sie bei der Ausbildung der Entwickler und deren Gehältern immer noch deutlich hinter den USA.

Um dem abzuhelfen, verbündet sich die EU in der Großen Koalition für digitale Arbeitsplätze mit der Industrie und anderen Organisationen. Ziel ist es, mehr Menschen – insbesondere die Jugend – mit den benötigten IT-Fertigkeiten auszustatten, um so zur Besetzung der wachsenden Zahl freier IT-Stellen überall in der EU beizutragen.

Außerdem hat die EU das Portal Open Education Europa eingerichtet, auf dem Studierende, Anwender und Bildungseinrichtungen frei verwendbare Lehr- und Lernmaterialien austauschen können.

Technische Schwachpunkte

Um ihr Marktpotenzial in dieser Branche voll ausschöpfen zu können, muss die EU einige Schwächen überwinden. Dazu gehören schlechte drahtlose Verbindungen, Probleme mit grenzüberschreitenden Verbindungen und Netzdienstbeschränkungen in manchen EU-Ländern.

Die Entwickler klagen in der EU auch über den Mangel an 4G-Diensten und fehlende Interoperabilität zwischen US-Plattformen wie Android, iOS und Facebook. Auch sorgt die faktische Abhängigkeit von diesen Plattformen für geringere Einnahmen.

Unterstützung für EU-Unternehmen

Die über 500 Millionen Verbraucher in der EU bedeuten ein enormes Potenzial für Unternehmen und App-Entwickler. Die EU arbeitet an der Vereinfachung ihrer Vorschriften zu Urheberrechten und Lizenzen, um Geschäftsideen den Weg zum Markt zu ebnen.

Um das Unternehmertum im Bereich IKT und Internet zu fördern und Unternehmen voranzuhelfen, hat die EU die Initiative „Startup Europe“ ins Leben gerufen, die angehende Unternehmer und Marktführer zusammenbringt, um Ideen auszutauschen und neue Produkte und Dienste zu entwickeln.

Die nächsten Schritte

Das Europäische Parlament erörtert derzeit Pläne für einen „Vernetzten Kontinent“. Dazu gehört die Verbesserung der schnellen 4G- und Breitbanddienste, die für die Zukunft der App-Branche der EU von ausschlaggebender Bedeutung sein werden.

PM © Europäische Kommission

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Uwe Weider
Uwe Weider
Moin, mein Name ist Uwe Weider und ich führe seit 2001 als Geschäftsführer das Unternehmen XPlus Web. Der Fokus in unserem Dienstleistungsangebot liegt auf dem Online Marketing, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Responsive Webdesign und Social Media. Desweiteren beraten wir Unternehmen in den Disziplinen Markenführung inklusive Customer-Relationship-Management / Kundenbindung / Customer Loyalty und betreuen KMU bei der Beantragung von EU Fördergeldern sowie bei der Bildung von Joint Ventures und Clustern auf EU Ebene.

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