Bargeldlose Zahlungen einfacher

Wie können wir den Wettbewerb auf dem elektronischen Zahlungsverkehrsmarkt fördern und dadurch EU-Bürgerinnen und -Bürgern eine bessere Auswahl bargeldloser Zahlungsmethoden – vor allem online – anbieten?

Wenn Sie etwas in einem anderen EU-Land kaufen, sollten die Gebühren für die Benutzung Ihrer bevorzugten Zahlungsmethode nicht höher liegen als zuhause.

Mit Bankkarte oder Smartphone lassen sich Produkte und Dienstleistungen rasch und bequem erwerben – vor allem im Internet. Doch ein Mangel an Wettbewerb in der EU führt zu ineffizienten elektronischen Zahlungssystemen, hohen Kosten und begrenzten Wahlmöglichkeiten für Käufer und Verkäufer.

Die Kommission untersucht, wie Wettbewerb und Innovation angeregt werden können.

Als ersten Schritt möchte die EU erfahren, wie sich diese Ziele nach Ansicht der Öffentlichkeit erreichen lassen. In einem Diskussionspapier werden einige Aspekte und mögliche zielführende Maßnahmen umrissen:

  • Wettbewerb: besserer Marktzugang für bestehende Zahlungsdienstleister und Erleichterung des Markteintritts für neue Unternehmen
  • Sicherheit und Datenschutz: Förderung der Nutzung bargeldloser Alternativen, indem diese sicherer gemacht werden
  • deutliche Information über Gebühren: Schutz der Verbraucher vor versteckten Gebühren und Senkung der Kosten durch Förderung der Vergleichbarkeit
  • europaweit funktionierende Systeme: Einführung gemeinsamer technischer Normen zwecks besserer Kompatibilität. Derzeit können beispielsweise Bankkarten wegen nationaler Unterschiede oft nicht außerhalb des Landes verwendet werden, in dem sie ausgegeben wurden.

Unsere Online-Konsultation äuft bis zum 11. April 2012. Ihre Beiträge werden in unsere Beschlüsse über die nächsten Schritte einfließen, die voraussichtlich noch im ersten Halbjahr angekündigt werden.

Vorschläge, die sich aus der Konsultation ergeben, würden die gemeinsamen europaweiten Normen ergänzen, die für Zahlungen per Kreditkarte oder Lastschrift erarbeitet wurden.

Förderung des elektronischen Handels

Außerdem würden sie zur Unterstützung von Maßnahmen beitragen, mit denen die EU den Online-Handel anregen will – darunter die 16 neueren Vorschläge zur Förderung des elektronischen Handels.

Verbraucher im Internet schützen

Um Käufer zu schützen und Verbrauchervertrauen aufzubauen, müssen die EU-Vorschriften für den Online-Handel durchgesetzt werden. Die EU überprüft regelmäßig English Webseiten, auf denen Verbrauchern Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden.

Kürzlich hat sie rund 500 Online-Anbieter von Verbraucherkrediten unter die Lupe genommen. Bei 70 % dieser Anbieter wurden Verstöße gegen die EU-Verbraucherschutzvorschriften festgestellt. Die betreffenden Unternehmen werden aufgefordert, ihre Internetseiten an die Vorschriften anzupassen – tun sie das nicht, können sie verklagt werden. Quelle: PM & Bild © Europäische Kommission



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