Komfortabel denunzieren
Es hat ja nun nicht wirklich lange auf sich warten lassen, was ich vor nicht allzu langer Zeit zu bedenken gab: Linklift vs. Text Link Ads. Google stellt nun ein ganz bequemes und komfortables Denunzianten-Formular in den Tools für Webmaster zur Verfügung um den verhassten Mitbewerber, der sich als Linkverkäufer, oder Käufer betätigt anzuschwärzen. Stasi-like die ganze Sache. Krönung der Geschichte, die Aussage von Google selbst:
Google verwendet verschiedene Methoden – einschließlich algorithmischer Prozesse -, um bezahlte Links aufzuspüren. Darüber hinaus begrüßen wir Meldungen unserer Nutzer.
Wenn Google dazu wirklich in der Lage wäre, bräuchte man nicht auf deutsche Denunzianten zurückgreifen, die sich durch deutlich unterdurchschnittliche kognitive Fähigkeiten sowie damit verbundene Einschränkungen des affektiven Verhaltens auszeichnen.










“Wenn Google dazu wirklich in der Lage wäre, bräuchte man nicht auf deutsche Denunzianten zurückgreifen”
Naja, das würde ich nicht so sehen – es gibt ja nicht nur die zwei Möglichkeiten, dass ein Algorithmus entweder überhaupt nicht funktioniert oder völlig perfekt. Dazwischen gibt es eine Menge Abstufungen, und weitere Auswertungskriterien, wie z.B. solche Spam-Reports, könnten rein technisch gesehen durchaus dazu beitragen, einen mehr oder minder gut funktionierenden Algorithmus zu verbessern.
Wie man so etwas moralisch bewertet, ist dann natürlich noch ein andere Frage.