Linklift vs. Text Link Ads

Kaum ist Text Link Ads, über das Robert ja schon ausführlich berichtete, so richtig heftig im Rennen, da taucht auch schon das deutsche Gegenstück dazu am Firmament der Online Marketing Strategen auf – Linklift.de Und was gibts da? Nichts weiter, als die gleiche Idee wie Text Link Ads, nur eben auf deutsch und noch alles ziemlich in den Kinderschuhen. Die große Frage ist aber, wann und vorallem wie werden die Suchmaschinenbetreiber, allen voran Google, darauf reagieren.

Es steht ja ausser Frage, das der Sinn der hinter einer Verlinkung steht, nichts mit dem zu tun hat was auf den beiden o.g. Plattformen angeboten wird. Es soll auch mal kurz an die Google-Richtlinien für Webmaster erinnert werden:

“Nehmen Sie nicht an Link-Programmen teil, die dazu dienen, Ihr Ranking oder Ihren PageRank-Wert zu verbessern. Meiden Sie insbesondere Links zu Webspammern oder “schlechte Nachbarschaft” im Web, da Ihr eigenes Ranking durch solche Links negativ beeinflusst werden kann.”

Wenn man es ganz streng nimmt, ist es doch nur ein “vergooglehupfen” der Suchmaschinen. Ich erinnere mich diesbezüglich mal gelesen zu haben: Links kaufen ist böse – mit dem entsprechenden Statement vom “Google-Sprachrohr fürs Fußvolk Matt Cutts”, sowie auch die entwerteten Links vom W3C Major Supporter Program – das kam nicht von ungefähr.

Aus welchem Grund auch immer man nun Links kauft, oder verkauft, sei es weil man dem PR-Wahn verfallen ist, oder weil man durch kauflich erworbene Links das Ranking seiner Präsenz verbessern möchte, gebe ich zu bedenken, es kann durchaus passieren, das wenn es anfängt die SERPs zu verfälschen, oder wenn es an den Klingelbeutel von Google geht, es etwas auf die Finger gibt, beim Geber wie beim Nehmer.

Seien wir doch mal ehrlich, die Idee dahinter ist nicht neu, neu ist nur das es jetzt was kostet und schick aufgemacht ist, waren noch vor Jahren die ersten “vermeintlich clever” mit PHP gemachten Linkfarmen der große Kracher, sind es jetzt Plattformen auf denen professionell mit Links von Seiten mit entweder starkem PageRank, oder Autoritäten zum Thema und auf der anderen Seite Präsenzen die, aus welchem Grund auch immer nicht hochkommen – gehandelt wird.

Ich bekomme keinen hoch, also kauf`ich mir einen Link…

Mit keinen hochbekommen meine ich natürlich, ich bekomme den grünen Lügenbalken nicht hoch. Denn das ist aus meiner Sicht der wohl häufigste Grund warum Links gekauft werden. Immer noch in der irrigen Annahme ein hoher PageRank verhilft automatisch zu vorderen Plätzen.

Investieren Sie zum Beispiel das Geld lieber in guten, qualitativ- hochwertigen Content.

Wenn sie ihn nicht selbst schreiben wollen, oder können suchen sie sich einen Schreiber, die gibts wie Sand am Meer und viele sind auch noch verflucht gut dabei.

Vor einigen Tagen habe ich von 2 Kunden gehört, das eine Online-Marketing Agentur Text Link Ads wie laues Bier als das “Non Plus Ultra” angeboten hat – Witz an der Sache, die Agentur hat die Links dem Kunden für schlappe 285.- Euronen verkaufen wollen – pro Link versteht sich und excl. MWSt

Eigentlich ist ja Google mit der Einführung des PageRank-Gedöhne selbst Schuld an dieser Subkultur – und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das die Googler genau wissen, das das ein Schuß ins Knie war, nur wie wird man die Geister, die man rief nun wieder los?

Ich hoffe, das er mehr als nur einen Klick weit entfernt ist.

Bitte nicht falsch verstehen, es liegt mir fern den Moralapostel zu spielen, es kann ja jeder tun und lassen was er möchte, nur liegt es für mich eben nicht in der Natur der Sache, ein solches “Verlinken”



Kommentare

8 Kommentare to “Linklift vs. Text Link Ads”
  1. mark sagt:

    Moin
    Zeitgleich zu dem Trackback von dem Artikel erhielt ich die Zugangsdaten zu Linklift.
    Die Frage ist nun, ist Links verkaufen böser als Links kaufen?
    Mein Blog hat diese lustige grüne Anzeige von Google auf der PR6 steht. Das macht manche Leute ganz nervös und sie möchten gerne verlinkt werden.
    Das merke ich unter anderem an vielen unqualifizierten Kommentaren mit entsprechendem Linktext.
    Wenn jetzt jemand für das Erscheinen unter dem Werbeblock im Monat x Euro bezahlen möchte, so finde ich das ok.
    Es ist einfach ein Bannerwerbeplatz.

    Google mag Linktausch nicht, weil sie unter anderem auch noch ein System zum Verkauf von Anzeigen anbieten. Konkurrenz dazu mögen sie nicht so gerne.

    Man wird sehen ob es überhaupt genügend Käufer gibt die sich dafür interessieren, andererseits ist das System auch schnell wieder vergessen.

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  1. [...] Textlinks kaufen und verkaufen mit LinkLift Der Beitrag wurde am 21. Oktober 2006 von Oliver Karthaus veröffentlicht Nach meinem Versuch mit Text Link Ads, habe ich dem neuen Dienst von LinkLift, der eigentlich noch gar nicht für die breite Masse bestimmt war, eine Chance gegeben und ihn mal angetestet. Eine komplette Beschreibung von LinkLift spare ich mir jetzt mal, da haben viele andere Blogs bereits ausführlich drüber berichtet. Aus Sicht des Publishers funktioniert der Service ähnlich wie TLA. Einfach mit einer Site bewerben und ein Script einbauen, mit dem die Links auf der eigenen Site verwaltet werden und dann warten, dass man von LinkLift freigeschaltet wird (oder nicht). Bei diesem Review seitens LinkLift wird dann auch der Preis pro Link und Monat festgelegt. Die Faktoren für die Preisbestimmung sind mir allerdings noch nicht ganz klar. Wir ein Link verkauft, erhält man eine E-Mail und hat dann die Möglichkeit ihn anzunehmen oder auch abzulehnen. Ausgezahlt wird ab 25 Euro Guthaben. Aus Sicht des Advertisers ähnelt LinkLift ebenfalls TLA. Einziger Unterschied: Die Bezahlung erfolgt ausschließlich per PayPal. Der Support antwortet auch recht zügig bei aufkommenden Fragen. Ich warte jetzt mal ab, wie sich das entwickelt. Einige Sites sind in der Vermarktung und die ersten Links sind verkauft, was ja schon mal positiv ist. Abgelegt in Linkbuilding | Tags: none [...]

  2. [...] Mark von Tentatives verlinken stellt ebendiese plakative Frage und Uwe von Xplus-Web gibt auch gleich die passende Stellungnahme von Google wieder. Hintergrund ist, dass Suchmaschinen die Linkpopularität einer Domain als wichtigen Faktor für die Suchergebnisse berücksichtigen, und es – etwas sehr platt ausgedrückt – am liebsten hätten, wenn sämtliche Links nur “natürlich” gewachsen und nicht “gekauft” wären, weil letztere ja letztlich Werbung seien und das Ergebnis “verfälschen” würden. [...]

  3. [...] dass Google AdWords irgendwann käufliches Interesse bekundet. [...]

  4. [...] Beim xplus web ist man der Meinung, dass guter Content allein schon genügen solle, um den PageRank-Balken hoch zu bekommen, was sicherlich richtig ist, aber manchmal soll es etwas schneller gehen mit der Linkpopularität (und nicht der selten aktualisierte grüne Balken zählt, sondern die internen Werte, die viel öfter bei Google und Co aktualisiert werden). Und gleichzeitig verschließt man hier die Augen, dass Linkkauf nicht erst seit Linklift möglich ist, sondern schon seit Jahren Realität in der SEO-Branche ist. [...]

  5. [...] Das Google Sprachrohr für das gemeine Fußvolk Matt Google Cutts hat mal wieder einen seiner geistigen Ergüsse kundgetan: Denunzieren – How to report paid links. Wie es der Titel schon verrät gehts um das “melden” von gekauften, verkauften Links, also Paid Links. Das die Geschäftsideen von Text-Link-Ads oder Linklift Google mit Sicherheit ein Dorn im Auge sind, hatte ich ja hier schon angemerkt: Linklift vs. Text Link Ads. [...]

  6. [...] nicht wirklich lange auf sich warten lassen, was ich vor nicht allzu langer Zeit zu bedenken gab: Linklift vs. Text Link Ads. Google stellt nun ein ganz bequemes und komfortables Denunzianten-Formular in den Tools für [...]

  7. [...] hat Google die großen deutschen Linkverkäufer abgestraft, darunter sind so gewichtige Namen wie: zeit.de, golem.de, netzeitung.de, etracker.de, brigitte.de, hitflip.de usw. [...]